
Die Investition in einen Kran unterliegt zahlreichen Faktoren. Hierzu zählen Traglast, Einsatzart und jährliche Nutzungsdauer, mithin also die Anzahl der Arbeitszyklen, der ein Kran im Betrieb unterliegt.
Die Beanspruchung von Kranen ist aufgrund verschiedener Betriebsarten (Schwerlast-, Container- oder Greiferbetrieb) uneinheitlich. Und auch die Lasten variieren stark: mal sind Container oder Greifer gefüllt, mal sind sie leer. Und bei Schwerlasthüben arbeiten Krane nahe ihrer Traglastgrenze.
Diesen Mix erfasst man in so genannten Beanspruchungskollektiven, wie sie etwa die Berechnungsgrundlage F.E.M. 1.001 ausweist. Und versucht damit die wirkliche Belastung eines Krans zu beschreiben.
Die insgesamt 4 Kollektive (bezeichnet mit Q1 bis Q4) orientieren sich an der Intensität des Kranbetriebs und berücksichtigen zum Beispiel, ob ein Kran ‚überwiegend geringe’ und ‚selten maximal zulässige Lasten’ oder aber ‚häufig maximale Lasten’ zu bewegen hat.
Während die Beanspruchung also eine Frage der Intensität des Kranbetriebs ist, ist die Beanspruchbarkeit eine Sache des Krans selbst. Der Kran kann gemäß der F.E.M. in acht Krangruppen (bezeichnet mit A1 bis A8) ausgeführt werden. Je höher dabei die Krangruppe, desto dicker die Wandstärken der verwendeten Bleche und Rohre. Und desto robuster der Kran.
Aus der Art der Beanspruchung und dem Beanspruchungskollektiv einerseits sowie der Beanspruchbarkeit (stahlbau- und auch maschinentechnische Auslegung, Konstruktion und Beschaffenheit des Krans) andererseits, leiten sich die Anzahl der zu erwartenden Arbeitszyklen und damit die Lebensdauer eines Krans ab.
Ist die Krangruppe, in der ein Kran ausgelegt ist – man spricht auch von der Klassifikation – hoch gewählt, ergibt sich bei gleichem Beanspruchungskollektiv eine längere Lebensdauer als bei kleinerer Krangruppe. Ein in A8 klassifizierter Kran ist also beispielsweise für mehr als vier Millionen Arbeitszyklen ausgelegt. Ein Gerät der Krangruppe A6 hingegen erreicht bei gleicher Beanspruchung bereits nach 500.000 Arbeitszyklen sein Lebensende.
Gottwalds neue Kran-Generation 5 trägt diesen Zusammenhängen durch jeweils geeignete und auf
Kundenbedürfnisse abgestimmte Kran-Klassifikation besonders Rechnung.
Bei gleicher Beanspruchung eines Krans führt eine Erhöhung um eine Krangruppe, also z.B. von A6 auf A7, zu einer Verdopplung der zu erwartenden Lebensdauer. Für den Schritt von A7 auf A8 gilt entsprechendes.
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